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Direkte Meldungen aus dem Kreis Wesel

Warnung

Polizei warnt vor Bad im Rhein

› Veröffentlicht 25.05.2026 I Mit Blick auf das Wetter und die Temperaturen um die 30 Grad warnt die Wasserschutzpolizei eindringlich vor dem Baden im Rhein in Duisburg. Viele Menschen zieht es bei sommerlichem Wetter an die Rheinwiesen und ans Wasser. Der Fluss wirke auf den ersten Blick oft ruhig, sei aber besonders tückisch. Nach Angaben der Polizei können starke Strömungen, plötzlich auftretende Sogwirkungen und Strudel selbst geübte Schwimmer in kürzester Zeit in Lebensgefahr bringen. Dazu kommt der Schiffsverkehr, der die Situation zusätzlich verschärft. Die Polizei macht deshalb deutlich: Baden im Rhein bleibt lebensgefährlich. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei reicht es teilweise schon, bis zu den Knöcheln im Wasser zu stehen. Vorbeifahrende Schiffe können durch ihre Sogwirkung dafür sorgen, dass Menschen den Halt verlieren und mitgerissen werden. Gerade an warmen Feiertagen unterschätzen viele die Gefahr am Rhein. Die Polizei erinnert daran, dass es dort jedes Jahr zu tödlichen Badeunfällen kommt. Für Angehörige, Freunde und Einsatzkräfte seien solche Einsätze besonders belastend. Die Wasserschutzpolizei erklärt: „Hinter fast jedem Einsatz mit einer Person im Wasser stehen Familien, deren Leben in Sekunden zerbricht.“ Um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, setzt die Polizei Duisburg gemeinsam mit Partnern wie der DLRG und der Wasserwacht erneut auf die Präventionskampagne „RHEIN.REIN.TOT.“. Über soziale Medien sollen Menschen emotional erreicht und Badeunfälle verhindert werden. Die Warnung richtet sich an alle, die das lange Wochenende am Wasser verbringen möchten. Die Empfehlung der Polizei ist klar: Das Pfingstwochenende lässt sich auch ohne Sprung in den Rhein genießen. Genannt werden zum Beispiel ein Spaziergang, ein Klappstuhl am Wasser, ein Eis auf der Rheinpromenade oder Zeit mit Familie und Freunden.

Bus fahren in Moers

Diese Strecken werden teurer

› Veröffentlicht 23.05.2026 I Zum 1. Juni setzt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) seine Tarifreform fort. Das hat die Niag jetzt mitgeteilt. Ziel, heißt es, sei es, das Tarifsystem für Fahrgäste einfacher, übersichtlicher und besser verständlich zu machen. Dafür würden weitere Tarifgebiete zusammengelegt und die bisherige Unterteilung in kleinere „Waben“ entfalle vollständig. Ein wichtiger Schritt war aus Niag-Sicht bereits die Reduzierung von sieben auf drei Preisstufen (A, B und C) sowie die deutliche Straffung des Ticketangebots im vergangenen Jahr. Neben dem Deutschlandticket werde damit vor allem der digitale eezy-Tarif für Gelegenheitskunden attraktiver, heißt es. Mit der jetzt anstehenden Stufe 2 werde das System weiter vereinfacht – mit konkreten Folgen auch für Moers und die Umgebung. Am Niederrhein fasst der VRR mehrere kleinere Tarifgebiete zusammen. Dadurch, heißt es, würden Fahrten in die Nachbarkommunen für viele Fahrgäste günstiger. Unter anderem wird das Tarifgebiet Kamp-Lintfort/Neukirchen-Vluyn neu zugeschnitten. Mit der Auflösung der Waben entfällt laut Niag auch der bisherige Zwei-Waben-Tarif. Das betrifft besonders Fahrgäste im Raum Moers. Für einige bisherige Zwei-Waben-Verbindungen gilt ab Juni nicht mehr die Preisstufe A, sondern die Preisstufe B. Dazu gehören unter anderem diese Fahrten: von Moers-Mitte nach Neukirchen, von Moers-Repelen nach Kamp-Lintfort Mitte, von Moers-Mitte nach Duisburg-Homberg und von Moers-Mitte nach Duisburg-Rheinhausen. Als günstige Alternative biete sich in diesen Fällen oft der eezy-Tarif an, heißt es. Gerade auf diesen Strecken könne eine Fahrt so deutlich preiswerter sein als ein klassisches Ticket der Preisstufe B. Beispiele ab dem 1. Juni: • Moers Königlicher Hof – DU-Homberg Bismarckplatz: 7,80 Euro (Einzelticket Erwachsener) vs. 3,47 Euro (eezy); • Moers Königlicher Hof – Neukirchen Sparkasse: 7,80 Euro vs. 2,89 Euro; • Moers Repelen Markt – Kamp-Lintfort Neues Rathaus: 7,80 Euro vs. 3,18 Euro; • Moers Schwafheim Siedlung – DU-Rheinhausen Markt: 7,80 Euro vs. 3,47 Euro; • Moers Königlicher Hof – DU-Rumeln Rathaus: 7,80 Euro vs. 3,76 Euro. Wichtig für die Praxis: Bei Fahrten aus sogenannten Überlappungsbereichen – also Haltestellen, die zwei Tarifgebieten zugeordnet sind – in das Nachbar-Tarifgebiet gilt weiterhin die Preisstufe A. Beispiel: Für eine Fahrt von der Ottostraße in Duisburg Homberg-Hochheide nach Moers Königlicher Hof bleibt es bei der Preisstufe A.

Innenstadt Wesel

Elektronikmarkt zieht ins ehemalige Kaufhof-Haus

› Veröffentlicht 22.05.2026 I Nur zweieinhalb Jahre nach dem Kaufhof-Aus in Wesel gibt es ein Happy End: Das Gebäude ist voll vermietet. Als letztes hat der Investor den Ankermieter vorgestellt: Ein großer Elektronikhändler übernimmt mehr als 1.500 Quadratmeter. Spätestens im Frühjahr 2027 soll das neue Einkaufszentrum öffnen. So schnell geht es in anderen Städten nicht, in denen in den vergangenen Jahren Kaufhäuser geschlossen wurden: "Wesel kann ein Vorbild für die schnelle Nachnutzung von Kaufhaus-Immobilien sein", sagt der Wirtschaftsgeographie-Professor Rudolf Juchelka von der Universität Duisburg-Essen. Er hält Kaufhäuser wegen ihrer besonderen Architektur für "schwierige" Immobilien. Jochen Koenen von der Eigentümerfirma Zevens Grundbesitz aus Kleve spricht von einem Projekt der kurzen Wege: Ein regionaler Investor, der das Umfeld kennt, sich schnell zum Kauf entscheidet und das Geld für den Umbau mitbringt: 12 bis 13 Millionen Euro fließen allein in die noch laufende Sanierung. Wegen der schwierigen Wirtschaftslage habe man bei den Mieten aber Zugeständnisse machen müssen. Künftig werden sich neben dem Elektronikmarkt drei Textil-Filialisten, ein Supermarkt, ein Drogeriemarkt und ein Bistro das Gebäude teilen. Wesels Bürgermeister Rainer Benien rechnet mit einer Belebung der gesamten Haupteinkaufstraße: "Das wird ein Impuls für den übrigen Einzelhandel werden!" Das Fehlen des Kaufhofs hätten die Kaufleute bitter zu spüren bekommen.

News auf einen Blick..